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Die Anfänge deutscher Spielzeugfirmen sind ausnahmslos die Geschichten von Hinterhof- und Kellerbetrieben mit wenig Kapital und viel Enthusiasmus, und manchmal auch mit dem Mut der Verzweiflung. Dies gilt auch für den 1887 geborenen Gründer der Schuco-Werke, Herrn Heinrich Müller. 1909 trat er in die damals weltberühmte Nürnberger Spielzeugfirma Bing ein. Er wurde dort als Mustermacher beschäftigt. Mit Sicherheit sind also einige der berühmten Bing Spielzeuge vom Gründer der Schuco-Werke entworfen worden. Am 16. November 1912 gründete Heinrich Müller mit Heinrich Schreyer die Firma Schreyer & Co. Waren es in der Vorkriegszeit hauptsächlich die Tipp-Tapp- Tiere und Roboterfiguren, so sind es in den zwanziger Jahren Turn- und Purzelfiguren, Fahrtiere, Flaschenfiguren, Figuren mit der Patentkopfbewegung, modern ausgedrückt "Yes-No"- Figuren. 1921 wurde der Name Schuco offiziell als Fabrikmarke im Handelsregister eingetragen. Es folgten eine lange Reihe von verschiedenen Blechkörperfiguren, Autos, Flugzeuge und natürlich auch Teddybären. Nach überstandenen Kriegszeiten wurde nach der Währungsreform die Produktion wieder aufgenommen. In den Rezessionszeit Mitte der Siebziger Jahre kam die Firma in Zahlungsschwierigkeiten. Am 29. März 1977 kam es zur Versteigerung der Weltfirma Schuco.Die Konkursmasse geht an den englischen DCM-Konzern, der jedoch mit seiner Billig-Auto-Produktion unter dem Namen Schuco äußerst glücklos und ungeschickt agiert und 1980 selbst Pleite macht. So kommen die noch verbleibenden Reste von Schuco an die Mangold-Gruppe. Dort bemüht man sich zielstrebig, dem traditionsreichen Markennamen wieder Leben einzuhauchen. Anfangs werden jedes Jahr zwei, drei Klassiker aus der Autoproduktion für Sammler wieder veröffentlicht. Später wird die Produktpalette erweitert und auch die Blechfiguren aus der Anfangsphase von Schuco werden wieder aufgelegt. So kommt Schuco in diesem Marktsegment wieder auf die Beine. 1999 beschließt die Mangold-Gruppe Schuco zu verkaufen und das Unternehmen kommt zur Simba-Dickie-Gruppe. Sammler und Liebhaber von Blechspielzeug auf der ganzen Welt hielten fortan den Namen Schuco durch ihre Leidenschaft am Leben. Es entwickelte sich so im Laufe der Zeit ein regelrechter Blechspielzeugmarkt mit reger Nachfrage. Noch heute, oder besser wieder, geraten Erwachsene wie Kinder beim Klang dieses Namens ins Schwärmen. Wer einmal als Kind ein Spielzeugauto der Firma Schuco besaß, kommt von der Faszination dieses aus Blech gefertigten und dennoch lebendigen Spielzeuges nicht mehr los......... Alle Schuco Erzeugnisse sind durch eine deutliche Kennzeichnung leicht den verschiedenen Epochen zuzuordnen: Made in Germany (Vorkriegszeit) Made in US-Zone Germany (unmittelbare Nachkriegszeit) Made in Western Germany (ab Ende der 50er Jahre) Made in Germany (nach der Wiedervereinigung 1990)
Ausnahme: Bei Produkten die im Ausland gefertigt werden unterbleibt der Herkunftsnachweis. Zum Beispiel: Mercedes 170V Kastenwagen und Schuco Garage Nr. 1500 (Bei der Garage wurde das "Made in Germany" sogar nachträglich geschwärzt)
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